Felsformation "Hohenstein"

Der Hohenstein zeigt sich dem Gast als eine fast 50 m hochaufragende Kalksteinwand, die aus Korallenoolith des Weißen Jura, auch Malm genannt, gebildet wird. Seine Felswand samt der Sturzhalde bietet zugleich einen der bedeutendsten Pflanzenstandorte Norddeutschlands.
Der östliche Teil der Felsformation wurde für die Bergsteiger freigegeben. Sie finden hier Verhältnisse wie in den Kalkalpen vor. Der Hohenstein lockt jährlich zahlreiche Ausflügler an.
In germanischer Zeit war der Fels als Kultstätte der Frühlingsgöttin "Ostara" geweiht. Den Ostara-Kult bezeugt eine alte Runentafel aus gebranntem Ton. Man fand sie um 1500 auf der Ostseite des Plateaus in der Nähe des heute noch sogenannten "Grünen Altars".
Dass es sich um ein Hauptheiligtum gehandelt haben muss, schließt man aus der Tatsache, dass die Einheimischen in der Umgebung des Hohensteins fremden Eroberern blutige Kämpfe lieferten.
Eine große Schlacht gab dem Totental an der Westseite des Hohensteins seinen Namen. Hier trafen im Jahr 782 die Sachsen unter ihrem Herzog Widukind auf das Frankenheer Karls des Großen.
Der Bach, der durch das tiefeingeschnittene Tal fließt, färbte sich rot vom Blut der Gefallenen. Seitdem erinnert er mit seinem Namen "Blutbach" ebenfalls an dieses Ereignis. Nach der Zwangstaufe der einheimischen Germanen durch die Franken verlor der Hohenstein seine Bedeutung als germanische Kultstätte.
Seinen mystischen und unheimlichen Charakter hat die frühere Kultstätte bis heute behalten. Insbesondere die zum Teil seltsam geformten Bäume und Wurzeln am Felsplateau sorgen für diese schaurige Atmosphäre.
2004 wurde der Hohenstein in einigen Szenen als Kulisse für den ARD-Tatort-Krimi "Märchenwald" mit Maria Furtwängler als Hauptkommissarin Charlotte Lindholm ausgewählt.
Ungefährlich ist ein Aufenthalt auf dem Felsplateau nicht. Es hat schon zahlreiche Unfälle und sonstige Zwischenfälle mit Verletzten und Todesopfern gegeben. Insbesondere die zahlreichen Felsspalten, die teilweise erst spät zu erkennen sind, stellen eine große Gefahr dar. Immer wieder löst sich Fels- und Gesteinsmaterial, so dass auch die Kletterer und Ausflügler unterhalb der Felswand einer hohen Gefahr aussetzen. Durch Unachtsamkeit und Übermut kommt es immer wieder zu Abstürzen. Die Felskante ist kein Spielplatz für Kinder.
Karten
Der Parkplatz "Pappmühle" befindet sich nordöstlich von Zersen
Am Parkplatz "Pappmühle" beginnt der beschilderte Wanderweg
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Eingabehinweise für Navigationsgeräte :
Ortseingabe: 31840 Hessisch Oldendorf bzw. Zersen
Straße 1: Pappmühle
(Parkplatz am Waldrand Nähe Pappmühle, bis zum Hohenstein zu Fuß)
Weitere Informationen :

www.weserbergland-tourismus.de
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